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Hallstatt & Geologie – eine jahrtausendelange Beziehung zwischen Nutzen und Gefahr

21.06.2017 -19:30 Uhr
Hallstatt & Geologie – eine jahrtausendelange Beziehung zwischen Nutzen und Gefahr Region:
Ort:
Lokal:
Kategorie:
Gmunden
Hallstatt
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Sonstige

Hallstatt gab seinen Namen einer ganzen historischen Epoche. Die Hallstattzeit, die etwa von 800 bis 400 v. Chr. dauerte, war geprägt von systematischem Salzbergbau, dessen Anfänge bis in die Jungsteinzeit zurückreichen. Das mit einfachen technischen Mitteln abgebaute Salz brachte der Region in der Hallstattzeit einen gewissen Wohlstand. Die Arbeit im Bergwerk und das Leben nahe den Salzabbauen waren jedoch gefährlich. Naturkatastrophen wie Steinschläge, massive Wassereinbrüche, Hangrutschungen und Schlammlawinen, töteten wiederholt Menschen und brachten den Bergbau phasenweise zum Erliegen. Immer wieder jedoch begann man mit dem Abbau des "Weißen Goldes", das neben Gefahr auch Wohlstand bedeutete.Aktuelle geologische und geophysikalische Untersuchungen ermöglichen nicht nur die Kenntnis über den komplexen Aufbau der Geologie in diesem Bereich der Alpen zu vertiefen, sondern helfen auch die geschichtlichen Ereignisse und die gesellschaftliche Entwicklung in Abhängigkeit von Einwirkungen der Natur besser zu verstehen. Dies trägt auch zum Ausbau der Erkenntnisse über lokale Naturgefahren in der Region um Hallstatt bei. Die Erstellung dreidimensionaler geologischer Modelle, die Simulation von Steinschlagereignissen und der Aufbau von Monitoringsystemen helfen das Risiko von Naturgefahren, die die Wohngebiete und Infrastruktur beeinflussen zu quantifizieren und Maßnahmen zu deren Sicherung zu konzipieren.


Die Veranstaltung findet im Rahmen der Arbeitstagung 2017 der Geologischen Bundesanstalt Wien statt, die von 19.-22. Juni in Bad Ischl, Hallstatt und Gmunden stattfindet und dem Thema "Angewandte Geowissenschaften" gewidment ist.


Veranstaltungsort: Kultur- und Kongresshaus, Seestraße 169, 4830 Hallstatt


Arbeitstagung der Geologischen Bundesanstalt